Archiv der Kategorie: Lehrgänge

Shito Ryu Lehrgang

Lehrgang mit Carlos Molina und Anselm Stahl in Laufen im Oktober 2018

Der diesjährige Lehrgang in Laufen, geleitet von Carlos Sensei und Anselm Sensei im Namen von Nakahashi Sensei, war wieder sehr lehrreich.
Auch wenn sämtliche Lehrgangsteilnehmer schon über eigene langjährige Erfahrungen verfügen, so wurde ihnen doch wieder vor Augen geführt, dass man niemals ausgelernt hat und immer wieder ansich arbeiten muss.
Die von Anselm Sensei gezeigten Grundübungen erschienen zunächst recht einfach, entpuppten sich beim praktischen Üben jedoch als sehr anspruchsvolle und schweißtreibende Aufgaben.
Unter Carlos Sensei wurden die Kata Matsumura no Seisan und Seisan geübt, selbstverständlich mit Anwendungsmöglichkeiten, um auch hier die Grundprinzipien zu verdeutlichen.
Natürlich kam auch das gesellige Beisammensein nicht zu kurz womit auch dargestellt wurde, dass es beim Üben von Karate-Do nicht nur um das Erlernen von Verteidigungstechniken geht, sondern auch um das harmonische Leben miteinander.
An dieser Stelle auch noch ein herzliches Danke schön an Angelika und Anselm für ihre Gastfreundschaft.

Carlos Molina Sensei bei Shingitai Stuttgart

Am 23. September 2016 war unser Sensei Carlos Molina (8. Dan Dento Shito Ryu) bei  uns in der Shito-Ryu Schule, Shingitai Stuttgart, zu Besuch. Die Unterrichtseinheit dauerte 1,5 Stunden und war aufgrund des kurzweiligen Programms sehr schnell wieder vorbei. Der Unterricht begann mit einer Aufwärmung, die nahtlos in das Hauptthema überging.
Wir lernten in der Unterrichtseinheit eine sehr wichtige Grundlage für die Durchführung von Fußstößen kennen. Das größte Augenmerk wurde dabei auf die Körperkontrolle während des Fußstoßes gelegt. Das Gleichgewicht und die Bewegungsfähigkeit standen während der Fußbewegung besonders im Vordergrund. Die Gleichgewichtsübungen sollten nebenbei auch die Vitalität und die Gesundheit stärken. Weitere wesentliche Punkte waren das Timing, die Koordination und die Zielgenauigkeit.
Die Hauptbewegung setzte sich zusammen aus einem Mae Geri, gefolgt von einem Ashi Barai und einem Gyaku Zuki, ausgeführt in einer Zeit. Als Varianten dieser Übung wurde der Mae Geri durch einen Mawashi Geri und einen Yoku Geri ersetzt.
Zunächst wurde die Übung ohne Partner im Stand und später in Bahnen ausgeführt. Nach einigen Wiederholungen kam der Partner hinzu. Die Partnerübung begann damit, dass der Angreifer einen Mae Geri ausführte, der über den Körpermittelpunkt kurz nach vorne, schnell wieder zurückgeschnappt und vorne abgesetzt wurde. Der nicht tretende Partner sollte vor dem Absetzen des Mae Geris das Bein fegen, kurz bevor das Bein den Boden erreichte. Diese Übung forderte vom Tretenden ab, das Gleichgewicht beim Absetzen des Beines zu behalten und vom Fegenden das richtige Timing für den Fußfeger zu finden. Der Fegende sollte dem Tretenden durch eine Körperdrehung, verursacht durch einen Beinwechsel mit Hüftrotation ausweichen und nach dem Standwechsel den Fußfeger zum richtigen Zeitpunkt ansetzen. Als Steigerung wurde dem Ashi Barai des Fegenden ein Mae Geri als Konter hinzugefügt. Daraufhin wurde dem Tretenden die Ura Waza gezeigt. Indem der Tretende nach dem Mae Geri und vor dem Absetzen des Beines einen Ashi Barai ausführte, konnte das Fegen des tretenden Beines verhindert werden. Der zeitgleich mit dem Ashi Barai durchgeführte Gyaku Zuku beendete die Übungssequenz.
Besonders beeindruckend war die Zielgenauigkeit von Carlos. Er demonstrierte die Übung mit dem Deckel einer Wasserflasche. Dabei legte er den Deckel ca. einen Meter weit vor sich ab, führte einen Mae Geri aus, fegte den Deckel zielgenau zur Seite und führte zeitgleich mit dem Absetzen des Beines einen Gyaku Zuki aus.

 Die Übungsform gab uns zu denken, dass jeder Fußstoß besonders kontrolliert ausgeführt werden sollte. Wir werden den Fußstoß in den Katas und anderen Übungsformen mit diesem Gedankengut üben und bedanken uns ganz herzlich bei Carlos für diese sehr wichtige grundlagenvermittelnde Trainingseinheit.

Carlos Molina zum dritten Mal beim Horan Shukokai Karate-Do und intern bei Shingitai Stuttgart

Bereits zum dritten Mal war Carlos Molina (8.Dan) vom Shingitai Berlin der Einladung des Horan Shukokai Karate-Do e.V. gefolgt, um dort einen Shito Ryu Lehrgang abzuhalten. Wie schon im Jahr zuvor hatte er auch dieses Mal wieder eine Unterrichtseinheit beim Shingitai Stuttgart durchgeführt, die sowohl von den Schülern als auch von der Lehrerin (die persönliche Schülerin von Carlos Sensei) des Dojos dankbar angenommen wurde. In dieser Unterrichtseinheit brachte er sowohl den Schülern im Farbgurtbereich als auch den graduierten Schülern sehr intensiv hauptsächlich den Mae Geri nahe, wobei er diesen mit verschiedenen Schrittfolgen kombinierte. Was zunächst als recht einfache Übung eingeschätzt wurde, entpuppte sich als sehr arbeitsintensiv und schweißtreibend.

Am darauf folgenden Samstag knüpfte Carlos Sensei teilweise an die Übungen des Vortages an und erweiterte die Aufgabe schrittweise. Im weiteren Verlauf stellte er die Kata Matsumura no Seisan vor, bevor er die Kata Seipai intensiver behandelte. Selbstverständlich zeigte er zu allen Kata Anwendungsbeispiele (Bunkai), machte aber auch zum wiederholten Male deutlich, dass man die Kata ausgiebig studieren müsse, um die nicht offensichtlichen Anwendungsmöglichkeiten herausarbeiten zu können. Die Lehrgangsteilnehmer waren restlos begeistert, was ja auch kein Wunder ist, denn schließlich hatte Carlos Sensei wieder mal alle körperlich und geistig gefordert.

Auch war der Lehrgang wieder gut besucht. Neben den befreundeten Vereinen, PSV Bottrop Karate unter der Leitung von José Pinto und Shingitai Stuttgart unter der Leitung von Sabine Kita, hatten sich auch Karateka aus Karlsruhe, Nagold, Löchgau und  von der südlichen Weinstraße (Pfalz) eingefunden.
Besonders hervorzuheben sind die Karateka aus Tilburg (Niederlande), Wido Lacrum, und aus Zürich (Schweiz), Jose Mari Politan, die dem Lehrgang einen internationalen Hauch verliehen.

Im Anschluss an den Lehrgang trafen sich viele der Lehrgangsteilnehmer zu einem kleinen Grillfest, bei dem ein reger Austausch von fachlichen als auch nichtfachlichen Themen stattfand.

Hier möchte ich mich nochmal bedanken bei den zahlreichen Teilnehmern und natürlich auch bei meinen Vereinsfreunden, ohne die eine solche Veranstaltung nicht zu stemmen wäre.